Das Reussdelta


Anfang der 1980er-Jahre wurde die Sand- und Kiesgewinnung im Urnersee zum Politikum. Mit den Kiesbaggerungen in den Flachwasserzonen waren die biologisch aktivsten Gebiete des Seerufers verloren gegangen. Aus Gründen des Landschafts- und des Naturschutzes wurden nun Forderungen erhoben, die Uferlinie in ihrer Lage zu erhalten und Massnahmen zu treffen, um weitere Landverluste zu vermeiden. Der Kompromiss, welcher die Interessen der Kiesgewinnung mit denjenigen der übrigen Nutzungsarten und insbesondere des Naturschutzes in den 1980er-Jahren verbinden sollte, kam schliesslich im Projekt Reussdelta zustande. Neben einer neuen Konzession wurde in der Folge auch das sogenannte "Delta-Gesetz" ausgearbeitet. Mit dem klaren Ja (71 Prozent) zum Gesetz über das Reussdelta gab das Urner Volk am 1. Dezember 1985 grünes Licht zur Umgestaltung des Mündungsgebietes der Reuss. Die Reuss bildete nach dem Abbruch der Dämme wieder ein natürliches Delta, andererseits wurden die Sand- und Kiesressourcen im ehemaligen Mündungsgebiet zum Abbau freigelegt.






Seeschüttung
Mit dem Ausbruchmaterial der beiden Grossprojekte, A4-Umfahrung Flüelen und Gotthard-Basistunnel der Neat, realisiert der Kanton Uri am Südufer des Urnersees ein einzigartiges Landschaftsprojekt. Dem Ufer vorgelagert entstehen zwei neue Inselgruppen und neue Flachwasserbereiche.
Informationen zur Seeschüttung

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Übersicht: www.fluelen.ch
Letzte Aktualisierung: 30.8.2002
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