Orts- und Flurnamen |
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AdermanigAdermanig ist ein Hof auf einer Geländeterrasse. Der Ort wird 1356 als
"Adermannium" erstmals erwähnt. Es handelte sich ursprünglich um den Hof
Adermann. Gemäss dem Urner Namenbuch geht Ader auf Adohar (Adal-har) zurück. Adel, zu
althochdeutsch adal "Geschlecht, Adel", ist schon früh zum blossem Ad(a)
gekürzt worden.
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AllmeiniAllmeini ist der Dialektausdruck für Allmend. Diese leitet sich vom althochdeutschen Wort "Algimeinida" ab und hat die Bedeutung von Allgemeinheit. Die Allmend steht im Eigentum der Korporationsbürgergemeinde Flüelen. |
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AschorenDer Aschoren heisst das Wiesland beim Meliorationsgebiet der Reussebene. Er wird 1567
erstmals erwähnt. Gemäss dem Urner Namenbuch kommt Schorren (Fels, Felsvorsprung) nicht
in Frage. Schore hat aber auch die Bedeutung von Tritt. Der Aschoren bezeichnet demnach
ein leicht erhöhtes Geländestück im sonst sumpfigen Gebiet.
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ButzigriedHof oberhalb von Flüelen, welcher völlig von Wald umgeben ist. Der Name Bussis riet wird um 1520 erstmals erwähnt. Der Name ist alemannischen Ursprungs.
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Gehren / Gehrli Gehren / Gehrli ist eine schmale Landzunge im Wald oberhalb von Flüelen.
Früher wurde das Gehrli auch "Frauen Rüthi" oder "Schlänggenrithelin"
genannt. Erste Erwähnungen treten anfangs des 17. Jahrhunderts auf. Geren
geht auf das mittelhochdeutsche Wort "ger" zurück, was
Wurfspiess oder keilförmiges Stück bedeutet. Der Geren bedeutet somit
ein spitzer Streifen Landes oder ein in spitzem Winkel verlaufendes
Grundstück.
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GetschwiliGrenzhof zur Gemeinde Altdorf auf einer abfallenden Geländeterrasse, ist
von Wald umgeben. Der Hof wird anfangs des 17. Jahrhunderts erstmals
erwähnt.
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GitschliLiegenschaft im Flüeler Oberdorf. |
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Grossried
Grossried heisst ein Hof im Meliorationsgebiet der Reussebene. Erste Erwähnung:
1838 (1266).
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Grundbüel
Grundbüel heisst der felsige Hügel, auf dem die heutige Pfarrkirche
steht, und welcher gegen Gotthardstrasse und See schroff abfällt. Büel
bedeutet im Schweizerdeutschen Erhöhung, Hügrel, Anhöhe. Erste Erwähnung:
1520.
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HaldenAbhang oberhalb dem
Dorf von Flüelen. Das Wiesland neben dem Halden wird Häldeli genannt.
Erste Erwähnung: 1520.
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Langmatt
Hof; die Liegenschaft wird 1563 erstmals erwähnt.
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Platten
Platten oder Plattli bezeichnete einen Hof unterhalb einer Fluh am Rand
der Reussebene bei der ehemaligen St. Jakobs-Kapelle. Erstmalige Erwähnung:
1508.
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Reider
Ebenes Wiesland im Flüeler Oberdorf. Bei hohem Seestand bildet sich hier
ein kleiner See (Grundwasser). Erstmalige Erwähnung:1609. Reider dürfte
sich auf den ehemaligen Reiderbach beziehen und hat die Bedeutung von
"kraus, gedreht" oder "steiff, starr").
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RütiDie Obere und die untere Rüti bezeichnen zwei Bergheimwesen auf einer
abfallenden Geländerippe. Die Güter werden 1882 als "Alte Rütenen"
erstmals erwähnt.
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RuozigDer Name Ruozig wird 1325 erstmals erwähnt: "de prato dicto Ruozacher"; Name mit alemannischem Ursprung (Kellerbuch Beromünster, Gfd 63, S. 136).
Liegenschaft auf dem Schwemmkegel des Gruonbachs; sanft abfallendes
Gelände.
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SädelMit Sedel (Sädel) wird
im Schweizerdeutschen die "Sitzstange" für Hühner und Tauben
bezeichnet. Bei den entsprechenden Ortsbezeichnungen wurde die Hühnerstange
auf erhöht liegende und schmale Geländestellen übertragen. Der Name Sädel
in Flüelen ist erstmals 1686 belegt.
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SpitalriedDas Spitalried ist eine Wiese im ehemaligen sumpfigen Schwemmlan der Reuss.
Der Name hat einen Bezug zum Spital (Spiitel) in Flüelen, welcher im
Besitz, in der Zinsabgabe oder in der Nutzung bestanden hat.Erste Erwähnung:
1768.
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SulzeggSulz hat im Schweizerdeutschen die Bedeutung einer "Salzlecke", einer salzigen Stelle, welche von Gemsen aufgesucht wird. In seiner Geschichte vom Freystaat Ury (1788) bezeichnet Franz Vinzenz Müller das Sulzegg als Wäldchen und Matte auf einem Hügel. Früher soll es dort ein Dörfchen gegeben haben, welches Wyler, Blumenfeld oder Meyenen genannt wurde, und von dem Milch- und Gruonbach fortgeschwemmt wurde. |
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Urmis
Urmis gehört zu den
Rodungsnamen. Mis (Meis) bedeutet den Einschlag der Axt in einen Baim, den
man fällen wollte, beziehungsweise den Holzschlag. Der Urmis ist somit
eine Waldlichtung, die durch Holzschlag geschaffen wurde. 1382 erste Erwähnung.
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ZeissigZeissig heisst ein kleiner, von Wald umgebener Hof auf einem felsigen Egg oberhalb des Gruonbachs; Der "Ziesegh" wird bereits 1477 im Rechnungsbuch der Kirchensteuer erwähnt. Nach dem Urner Namenbuch weist die älteste Form auf Egg hin, wofür auch die Lage spricht. Die Lautung mit -ei- wird trotz der ältesten Überlieferung mit -ie- für die ursprüngliche gehalten. "Zeiz" bedeutet im Alt-/Mittelhochdeutschen "zart, angenehm, anmutig, lieb". Zeissig wäre somit das "schön gelegene Egg". Eine zweite Theorie bezieht sich auf die Suffix -ig und setzt einen Vornamen Zeizzo, später Zeisso in Beziehung, gemäss der Gewohnheit mit der Bildung auf -ig die Nachkommen oder die Sippe zu bezeichnen. Im 1765 erschienen Leu-Lexikon wird eine auf dem "Zeissigegg" abgegangene Burg erwähnt. Auf diesem Sitz sollen die Edlen im Weyler, die Jmhof von Blumenfeld oder die von Zeisigen ihren Sitz gehabt haben. Zur Burg soll durch den Wald eine besetzte Strasse geführt haben. In der ersten Hälfte des 18. Jh. soll unter der Erde auch eine steinerne Stiege angetroffen worden sein. Franz Vinzenz Schmid hat diese Erwähnung der Burg in seine "Allgemeine Geschichte des Freystaats Ury" übernommen.Lit: Urner Namenbuch, Bd. 3, S. 1044 f.; Müller-Marzohl, Flüelen, S. 102; Leu, Lexikon, Bd. 20, S. 63; Schmid Franz Vinzenz, Freystaat Uri, Bd. 1, S. 35. |
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