| Weinanbau |
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Den ersten Hinweis, dass in Flüelen Wein
angebaut wurde, findet sich gleich in der Urkunde von 1266 mit der ersten
Erwähnung Flüelens. In der Reussebene waren an geschützten und sonnigen
Haus- und Scheunenwänden Spalierreben anzutreffen. Es handelte sich dabei
um den weissen und roten Gutedel, der einst Elsässer genannt wurde. Karl
Franz Lusser erwähnt, dass im Jahre 1834 vor allem "grossbeerige,
blaue italienische Trauben gezogen wurden, denen die italienische Luft und
Wärme fehlte, dagegen reiften die Clevener gut, während Muskateller und
andere edlere Traubensorten" nur an geschützten Orten gezogen
wurden. In Flüelen ging der letzte Weinberg im Jahre 1893 ein. Dort pflegte die Familie Arnold im sogenannten Axenmätteli einen Rebberg, der sehr gute Trauben ergab, aber infolge Alterns der Stöcke einging. Das Axenmätteli lag oberhalb der Axenstrasse, am Südausgang der damals ersten Galerie, sehr sonnig gelegen. Zu "Holzschuänis Wyyplätz" führte eine Leiter. Nach 1893 blieb er unbenutzt und bewaldete sich langsam mit allerlei Gestrüpp und wurde bald zum Waldboden geschlagen. Das Gebiet gehört der Korporation, Weinbauer Arnold hatte von der Korporation allein das Pflanzrecht erworben. Robert Müller berichtet in seiner Flüeler Dorfgeschichte, dass im Ruotzig im 19. Jahrhundert wilde Weinreben gewachsen sind, die tief unter dem Geröll Wurzeln trieben und sich bis in die höchsten Bäume hinauf schlangen. Verwilderte Reben traf man in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch im lichten Wald beim Gruonbach am See. Oberhalb des Dorfes Flüelen in Richtung der Planzern fanden sich noch Mauerreste, welche den Hinweis lieferten, dass hier Rebenspaliere windgeschützt und der Mittagssonne zugekehrt gezogen wurden. Einen Hinweis auf den Weinbau in Flüelen gibt auch die Ortsbezeichnung "Wyygärtli". |
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| Wein wird in Flüelen seit einigen Jahren wieder angebaut. Im Obermattli steht der Weinberg von Karl Muheim, an der Kirchstrasse der Rebberg von Rosemarie Schilter (Bild). Von den Trauben des letzteren gibt es den Blauburgunder "Schloss Rudenz". |
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Literatur: Oechslin Max, Die Wald- und Wirtschaftsverhältnisse im Kanton Uri, S. 183 ff; Iten Karl, Vom Essen und Trinken im alten Uri, S. 255 ff. |
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© Gemeinde Flüelen / Phideau & Fido www.fluelen.ch / 27.9.2002 |