Strandbad Flüelen |
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Das 1991 renovierte Strandbad Flüelen bietet während der
Sommerzeit Badeplausch für die ganze Familie:
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In den Urner Zeitungen wurde bereits vor dem Ersten Weltkrieg die Anregung gemacht, an den Gestaden des Urnersees eine Badeanstalt zu schaffen. 1922 reichte dann der Verkehrsverein Flüelen bei der Regierung ein Gesuch ein, um hinter dem Schutzdamm beim Holzlagerplatz eine Badeanstalt eröffnen zu können. Eine Badeanstalt plante auch der Seeklub. Ein Jahr später fand dann auf Initiative des Verkehrsvereins eine Interessentenversammlung zwecks Erstellung eines Seebads statt. Es wurde ein Organisationskomitee gewählt. Als Standort vorgesehen war die Parkanlage des Hotels Park Rudenz, welche zum Verkauf ausgeschrieben war. Die Besprechungen mit dem Seeklub Uri betreffend Bau eines gemeinsamen Bade- und Bootshauses konnten jedoch auf keinen gemeinsamen Nenner gebracht werden. Jeder Verein wollte versuchen, sein Projekt so billig als möglich zu verwirklichen. Exakt zur Fasnachtszeit wurde dann in den Urner Zeitungen ein Disput zwischen dem Verkehrsverein Flüelen und dem See-Klub Uri betreffend Bau einer Badeanstalt ausgetragen. Das Bootshaus mit seinen neun Badezellen war im Bau. Bei der geplanten Badeanstalt des Verkehrsvereins wurde Sand für einen niedrigen Wasserstand herangeführt. Der Verkehrsverein betonte, dass seine Anlage als Seebad für alle Kreise diene "und nicht nur einer kleinen Gruppe von Wasserratten, die ja auch ohne Badehaus und Badezelle ihr Seebad am offenen Ufer nehmen können."So konnten denn in Flüelen im Sommer 1927 gleich zwei Strandbäder eröffnet werden: das Strandbad des Verkehrsvereins Flüelen und die Badeanstalt des Seeclubs Uri. Dabei dürfe man gemäss Zeitungskommentaren nicht an ein Nacktkulturbad modernsten Stiles denken, sondern an ein ordentliches Bad, wie man es in einem gesitteten Land zu treffen wünscht.Das Strandbad des Verkehrsvereins ist auch heute noch in Betrieb. |
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Weiterführende Literatur: Fryberg Stefan, Uri und seine Wasser, Altdorf 1995, S. 141 ff. |
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