Literatur und Theater
Reinhard Johannes Sorge
Ende 1913 nahm der deutsche Dramatiker Reinhard Johannes Sorge (*1892; "Der Bettler") mit seiner Frau in Flüelen Wohnsitz. Im Mai 1915 wurde er mitten aus seiner fruchtbaren Schaffensperiode, in den Kriegsdienst einberufen. Er fiel am 20. Juli 1916 an der französischen Front und wurde bei Ablaincourt begraben.
> Reinhard Johannes Sorge und seine Zeit in Flüelen

Schauplatz der Weltliteratur: Wilhelm Tell von Friedrich Schiller

"Vater, ein Schiff, es kommt von Flüelen her"

Stätten von "Wilhelm Tell"

Im Hauptort Altdorf wird im Tellspielhaus Friedrich Schillers "Wilhelm Tell" gespielt (Jahr 2003). In vielen Urner Dörfer werden Volkstheater aufgeführt.


Dorftheater
In Flüelen wurde schon vor der Gotthardbahn-Zeit bereits Theater gespielt. Im Februar 1878 wurde im Hafenstädtchen der neue Theatersaal eröffnet. Die Mitglieder der Theatergesellschaft spielten den Schwank "Die Heirats-Annonce" in vier Akten sowie das Stück "Die Brautwerbung oder der zerstreute Briefträger". Die beiden Stücke vermochten zumindest den Korrespondenten der "Urner Zeitung" "nicht vollständig zu befriedigen. Es als jedoch auch nicht Grund vor, "ernsten Tadel auszusprechen". Der Korrespondenten kam zum Schluss, dass "die gesamte Ausführung und besonders die Aussprache recht viel zu wünschen" übrig liessen, doch dürfe man die begründete Hoffnung hegen, "dass mit etwas mehr Eifer und mehr Übung diesfallsige Mängel ausgebessert und poliert werden."

In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg führte auch der Velo-Klub Theater im Hotel Gotthard auf.
Urner Wochenblatt, Nr. 4, 26.1.1918.


Heinrich Danioth als Dichter

Heinrich Danioth war nicht nur Kunstmaler sondern auch Dichter; so schrieb er das Urner Krippenspiel und verfasste unter anderem das Gedicht: "Wiä Fliälä wordä isch".


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Letzte Aktualisierung: 15.3.2002
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