Josef Kottmann (1904-1980)
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Josef Kottmann, Flüelen im Winter, 1969  

Josef Kottmann wurde am 10. Januar 1904 als Sohn von Metzgermeister Xaver und Marie Kottmann-Winiger geboren. Nach der Primarschule in Flüelen und der Realschule am Kollegium Karl Borromäus in Altdorf besuchte er in den Jahren 1921/22 die Kunstgewerbeschule in Luzern. Wegen gesundheitlichen Problemen musste er die 1923 begonnene Bildhauerlehre abbrechen. Nach dreijähriger Tätigkeit in einer Bäckerei, begann er 1925 die dreijährige Lehre als Dekorationsmaler im Geschäft Carl Renner.
Nach dem Besuch des Malertechnikums in Schwerin/Mecklenburg kehrte er als Vorarbeiter und Schriftenmaler ins Malergeschäft Renner zurück. Er wurde immer wieder mit Spezialarbeiten betreut. So half er Kunstmaler Schmidiger bei der Restauration und teilweisen Neubemalung des Türmli oder als versierter Mitarbeiter von Heinrich Danioth. Während der Kriegszeit versah er zahlreichen militärischen Objekten den Tarnanstrich. 1949 machte sich Josef Kottmann als Kunstmaler selbstständig. Er war ein gegenständlicher Maler. Was Josef Kottmann in seinen Bildern zum Ausdruck brachte, hatte er zuvor erlebt. Er war ein begeisterter Bergsteiger und Botaniker. Seine Sujets waren deshalb vor allem Urner Berglandschaften und Blumendarstellungen. Unter den wenigen figürlichen Studien ist sein "Tell in der hohlen Gasse" eine herausragende, eigenwillige Bildsetzung. Trotz abnehmender Sehkraft arbeitete Josef Kottmann unentwegt, bis man ihn am 20. Juli 1969 in seinem Atelier mit einer linksseitigen Lähmung auffand. Das setzte für seine weiteren Pläne ein jähes Ende. Es folgte ein mehr als zehnjähriger Spitalaufenthalt. Josef Kottmann starb am 23. Februar 1980.

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Übersicht: www.fluelen.ch
Letzte Aktualisierung: 15.5.2002
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