Ziegelhütte

Die Errichtung der Ziegelhütte am oberen Seeende geht auf auf Karl Joseph Epp von Rudenz (1728-1789) zurück. Das nutzbar gemachte Sumpfland erhielt er 1780 von der Landsgemeinde geschenkt, verbunden mit der Auflage, eine Ziegelhütte zu bauen. Er erstellte diese an der Mündung eines Dorfbacharms, den man seither Ziegelgraben nannte. Am 16. März 1800 wird die Ziegelhütte an "Districtscommissär" Carl Martin Müller in Altdorf verkauft. Gemäss Helmi Gasser steht die Übernahme im Zusammenhang mit der nach dem Altdorfer Dorfbrand von 1799 gesteigerten Ziegelbedarf im Hauptort. Beim Wiederaufbau wurden Ziegeldächer vorgeschrieben. Im Januar 1818 brannte die Ziegelhütte ab. Das Gebäude wurde in der Folge am gleichen Ort in grösserer Form wieder aufgebaut. 1837 wurde die Ziegelhütte nochmals vergrössert. Ab 1858 ist Dr. med Franz Müller, Altdorf, Besitzer und Franz Anton Müller Ziegelmeister. Um 1874 wird Anton Ziegler Ziegelmeister, 1880 kann er die Ziegelhütte käuflich erwerben. Im Jahre 1895 wird die Produktion eingestellt. Heute dient das Gebäude als Lagerhaus.


Foto: © Rolf Gisler-Jauch, Altdorf


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