| Michael Echser, Hotelier |
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Michael Echser (1819-15.6.1885) ist in Seedorf in dürftigen Verhältnissen aufgewachsen. Sein Nekrolog hält fest, dass "der geweckte Knabe seinen weniger geweckten Eltern" entlief und in Altdorf das Schreinerhandwerk erlernte. Es folgte das Gesellenleben mit einer langjährigen Wanderschaft bis nach Serbien und Kroatien. Nach Altdorf zurückgekehrt genoss Echser bald den Ruf eines ausgezeichneten Schreinermeisters. Daneben suchte er sein Glück in der Güterspekulation. Nach dem Bau und Verkauf des "Schützengartens" in Altdorf, erbaute er mit verhältnismässig geringen Mitteln das Hotel Urnerhof am See. Nach dessen Verkauf an die Kreditanstalt in Luzern erbaute Echser das Hotel Gotthard. Echser spekulierte mit dem Bau der Gotthardbahn, kaufte Liegenschaften in Attinghausen und Flüelen, erbaute schliesslich den "Flüelerhof". Die Linienführung der Bahn erfolgte jedoch nicht nach dem Plane Echsers, die Liegnschaften sanken stark in ihrem Wert. Michael Echser verarmte. Michael Echser war in Altdorf und Flüelen als Schützenmeister tätig. Politisch freisinnig, war er für Neuerungen empfänglich. Die Gemeinden Altdorf und Flüelen wählten ihn in den Gemeinderat. Der Landrat berief ihn ins Kriminalgericht. In seinem Nekrolog stand geschrieben: "Wenige wie er haben mit Wenigem so viel geleistet - so viel gesäet und doch so wenig geerntet." |
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| Literatur: Urner Wochenblatt, Nr. 25, 20. Juni 1885. |
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